Habichtswald-Klinik Kassel
Dr. med. Jutta Hübner, Chefärztin Onkologie
Bauchspeicheldrüsenkrebs - der Fachbegriff ist Pankreaskarzinom - bezeichnet
den bösartigen Tumor der Bauchspeicheldrüse. Er kommt seltener vor als zum
Beispiel Brust-, Dickdarm-, Lungen- oder Prostatakrebs, gehört aber nicht zu den
ganz seltenen Tumoren. Bauchspeicheldrüsenkrebs kommt eher bei etwas älteren als
bei ganz jungen Menschen vor.
Ursachen und Risikofaktoren
Zwei Risikofaktoren für die Entwicklung von Bauchspeicheldrüsenkrebs stehen
im Vordergrund: das Rauchen und der Alkoholkonsum.
Auch über die Ernährung ist es möglich, das Risiko zu beeinflussen. Eine
Ernährung mit einem hohen Gehalt an Obst und Gemüse, Ballaststoffen und
Vitaminen ist als günstig anzusehen. Umgekehrt scheint eine fettreiche
Ernährung, insbesondere eine Ernährung reich an tierischen Fetten, ungünstig zu
sein.
Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass chronische
Bauchspeicheldrüsenentzündungen teilweise auch mit einem erhöhten Risiko für die
Entwicklung von Bauchspeicheldrüsenkrebs einhergehen.
In einigen Familien tritt Bauchspeicheldrüsenkrebs gehäuft auf. Zu diesen
Erkrankungen gehören das MEN-1-Syndrom, die Von-Hippel-Lindau-Erkrankung und das
hereditäre, nicht polypöse kolorektale Karzinom (HNPCC). Charakteristisch für
diese Erkrankungen ist, dass in den Familien unterschiedliche Tumoren gehäuft
und bei einigen Patienten auch mehrere Tumoren gleichzeitig oder zeitlich
hintereinander auftreten. Die genetischen Veränderungen dieser Erkrankungen
können nachgewiesen werden. Auch in Familien, bei denen gehäuft Brust- und
Eierstockkrebs vorkommt (BRCA1 und 2) haben einige Familienmitglieder
Bauchspeicheldrüsenkrebs.
In einigen Familien kommt Bauchspeicheldrüsenkrebs gehäuft vor ohne dass
einer diesen genannten Erkrankungen vorliegt, trotzdem hat man ebenfalls die
Vermutung einer genetischen Veränderung, die aber noch nicht nachgewiesen werden
kann.
Symptome der Erkrankung
Bauchspeicheldrüsenkrebs kann sich über längere Zeit ohne Beschwerden
entwickeln, so dass diese Erkrankung leider oft erst in fortgeschrittenen
Stadien entdeckt wird.
Symptome treten erst auf, wenn durch das Krebswachstum die Funktion der
Bauchspeicheldrüse beeinträchtigt wird oder andere Organe wie z. B. Magen,
Zwölffingerdarm, Leber oder Bauchfell angegriffen werden. Beschwerden sind
Übelkeit und Erbrechen, Appetitmangel, Verdauungsstörungen, Druckgefühl im
Oberbauch oder ein Gewichtsverlust. Auch eine Gelbsucht kann sich entwickeln.
Die meisten dieser Symptome sind uncharakteristisch und können auch bei anderen
Erkrankungen auftreten, so dass oftmals nicht an ein Bauchspeicheldrüsenkarzinom
gedacht wird.
Diagnostik
Zur Diagnostik gehören nach Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese) die
klinische Untersuchung, insbesondere der Tastbefund des Bauches, die
Laboruntersuchungen mit Leber- und Bauchspeicheldrüsenwerten und den
Tumormarkern CA 19-9, CEA und CA 72-4.
Meist schließt sich dann eine Ultraschalluntersuchung des Oberbauches und ein
CT an. Noch diskutiert wird der Nachweis des Eiweißstoffes K-Ras im Stuhl, der
von bösartigen Zellen mit dem Bauchspeicheldrüsensekret in den Darm gelangt.
Mit einer Magenspiegelung (Gastroduodenoskopie) wird untersucht, ob der Magen
betroffen ist. Mit einer Endosonografie gelingt es, vom Magen aus die
benachbarte Bauchspeicheldrüse mit Ultraschall zu untersuchen.
Zur Darstellung der Gallenwege und Bauchspeicheldrüsengänge erfolgt eine
ERCP, eine Röntgenuntersuchung mit einem Gerät zur Spiegelung von Magen und
Zwölffingerdarm, bei der Kontrastmittel in die Gallenwege und
Bauchspeicheldrüsengänge gespritzt wird, um diese auf dem Röntgenschirm sichtbar
zu machen.
Ist nach Abschluss dieser Untersuchungen die Diagnose nicht klar oder die
Ausdehnung der Erkrankung nicht sicher zu bestimmen, so kann eine sog.
Laparoskopie, also eine Bauchspiegelung, durchgeführt werden. Sie dient der
Sicherung der Diagnose durch Gewinnung von Gewebe für eine feingewebliche
Untersuchung (Histologie) und der Entscheidung, ob eine Operation möglich
ist.
Tumorklassifizierung
Der Bauchspeicheldrüsenkrebs kann sich im Kopf, im Körper oder im Schwanz der
Bauchspeicheldrüse entwickeln. Er wird eingeteilt nach dem sog. TNM-Stadium,
hierbei steht T für Tumorgröße, N für Lymphknotenbefall und M für
Metastasierung.
T0 kein Anhalt für Primärtumor
T1 Tumor begrenzt auf die
Bauchspeicheldrüse
T2 Tumor breitet sich in
Zwölffingerdarm, großen Gallengang oder das umgebende
Gewebe aus
T3 Tumor breitet sich in Magen, Milz,
Dickdarm oder benachbarte große Gefäße aus
N0 kein Befall der regionären
Lymphknoten
N1 Befall der regionären Lymphknoten
M0 kein Nachweis von Metastasen
M1 Metastasen in nicht regionären
Lymphknoten oder anderen Organen
Aus der feingeweblichen Untersuchung wird außerdem noch das sog. Grading
bestimmt, hier bedeutet
G1 gut differenzierte Tumoren
G2 mäßig differenzierte Tumoren
G3 schlecht differenzierte Tumoren
G4 undifferenzierte Tumoren
Dieses Grading gibt Hinweise auf das Wachstumsverhalten des Tumors, da
differenzierte Tumoren in der Regel etwas langsamer und weniger aggressiv
wachsen als schlecht oder entdifferenzierte Tumoren.
Therapie
In der Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses werden Operation,
Chemotherapie und Strahlentherapie eingesetzt. Darüber hinaus stellt für viele
Patienten eine gute Schmerztherapie einen wesentlichen Faktor dar.
Im Vordergrund der Therapie steht zunächst der Versuch der Operation, der
allerdings nur sinnvoll ist, wenn aus vorgeschalteten Untersuchungen oder zu
Beginn der Operation mit einiger Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass
der Tumor komplett entfernt werden kann. Fortgeschrittene Tumoren mit Einwachsen
in lebenswichtige Nachbarorgane oder ausgedehnter Metastasierung werden in
der Regel nicht operiert.
Für die Operation stehen verschiedene Techniken zur Verfügung, die
bekannteste ist die Operation nach Whipple, wobei der Magen, Zwölffingerdarm und
ein größerer Teil der Bauchspeicheldrüse entfernt werden. Dies ist hauptsächlich
für Pankreaskopfkarzinome erforderlich.
Karzinome des Pankreaskörpers werden durch eine komplette Entfernung von
Zwölffingerdarm und Pankreas sowie der Milz operiert. Liegt das Karzinom im
Pankreasschwanz, so ist eine alleinige Entfernung ca. der Hälfte des Pankreas
ausreichend.
Bei allen Operationen werden alle in der Umgebung befindlichen Lymphknoten
entfernt und feingeweblich untersucht.
Bei inoperablen Tumoren kann in einzelnen Fällen eine Operation indiziert
sein, um z. B. Beschwerden oder Folgeerscheinungen wie eine Gelbsucht zu
lindern.
Nach operativ kompletter Entfernung des Pankreastumors ist nach heutigem
Wissensstand eine Folgetherapie (sog. adjuvante Therapie) mit dem
Chemotherapiemittel Gemcitabin sinnvoll.
An einigen operativen Zentren wird versucht, durch eine intraoperative
Bestrahlung die Heilungsrate zu verbessern. Eine Bestrahlung des Oberbauches
nach Operation hat sich nicht bewährt.
Zur palliativen Therapie des Pankreaskarzinoms, bei fortgeschrittenem Tumor
oder Rezidiv eignen sich mehrere Chemotherapiemittel. Hierzu gehören Gemcitabin,
5-Fluorouracil und Mitomycin C. Am häufigsten wird Gemcitabin eingesetzt, da es
bei guter Wirksamkeit auch eine sehr gute Verträglichkeit hat. Bisher sieht es
nicht so aus, dass eine Kombinationschemotherapie besser ist als eine
Monotherapie. Neu zugelassen wurde Erlotinib in der Kombination mit Gemcitabin.
Erlotinib (Tarceva®) ist eine moderne Substanz, die Signalwege in der Tumorzelle
hemmt. Statistisch verlängert Erlotinib das Überleben der Patienten im
Durchschnitt um zwei Wochen. Allerdings gibt es sehr große Unterschiede, sodass
für Patienten mit gutem Ansprechen ein großer Vorteil entstehen kann. Man kann
überlegen, ob Erlotinib direkt von Anfang an eingesetzt wird oder erst wenn es
zu einem erneuten Tumorwachstum kommt. Es wurde beobachtet, dass Patienten, die
mit starken Nebenwirkungen an der Haut (akneähnlicher Hautausschlag) reagieren,
sehr viel mehr profitieren.
Nachsorge
Eine Nachsorge und Nachbetreuung der Patienten nach Operation eines
Pankreaskarzinoms ist wichtig. Sie konzentriert sich auf der einen Seite auf die
Folgeerscheinungen der Therapie wie z. B. Ernährungsprobleme, auf der anderen
Seite sucht sie nach später auftretenden Rezidiven und Metastasen, um diese
evtl. frühzeitig zu behandeln. Zu den Untersuchungen in der Nachsorge gehören
wiederum die Befragung des Patienten, die Ultraschalluntersuchung und ggf. CT
oder MRT.
Folgen der Operation
Nach einer Entfernung von Bauchspeicheldrüsengewebe sowie bei ausgedehnteren
Operationen mit Entfernung von Zwölffingerdarm und/oder Magen stehen Patienten
häufig vor Problemen mit der Nahrungsaufnahme und Verdauung. Unterstützend
wirken in dieser Situation eine ausführliche Ernährungsberatung (häufige kleine
Mahlzeiten, Achten auf individuelle Verträglichkeit und Unverträglichkeit von
Nahrungsmitteln) sowie eine Einnahme von Verdauungsenzymen zu den Mahlzeiten.
Hierbei ist zu beachten, dass die meisten Enzyme in Kapseln verpackt sind, die
die Enzyme vor dem sauren Magensaft schützen sollen. Wurde der Magen bei der
Operation entfernt, so kann es bei der Einnahme von Kapseln dazu kommen, dass
die Enzyme nicht rechtzeitig mit dem Speisebrei freigesetzt werden. In diesen
Fällen sollten die Enzyme in Granulatform eingenommen oder die Kapseln vor dem
Schlucken geöffnet werden.
In der Bauchspeicheldrüse wird Insulin produziert, ein Hormon, das auf den
Blutzuckerspiegel regulierend wirkt. Normalerweise wird Insulin ins Blut
abgegeben, wenn nach einer Mahlzeit der Blutzuckerspiegel ansteigt. Wurden große
Teile oder die gesamte Bauchspeicheldrüse entfernt, so tritt ein Insulinmangel
auf. Diese Patienten sind somit zum Diabetiker geworden und müssen Insulin
regelmäßig zu den Mahlzeiten spritzen.
Ernährung nach Operation an der Bauchspeicheldrüse
Viele Patienten haben bereits vor der Diagnose und dann um die Zeit der
Operation herum stark an Gewicht abgenommen. Durch die sich entwickelnde
Verdauungsstörung kann es zu einem weiteren Gewichtsverlust kommen. Viele
Patienten sind stark geschwächt und leiden unter Appetitmangel. Kommen dann noch
Schmerzen hinzu, wird die Situation für den Patienten immer schwieriger.
Eine ausführliche Ernährungsberatung durch den Arzt und durch geschulte
Diätassistentinnen kann sehr hilfreich sein. Grundsätzlich gilt: alles ist
erlaubt, was vertragen wird. Für den Patienten ist es jedoch sehr mühsam, für
sich alleine herauszufinden, wo die Grenzen der Verträglichkeit sind. Aus diesem
Grund bieten viele Diätassistentinnen ihren Patienten kleine Tabellen an, die
günstige und weniger günstige Speisen unterscheiden. Einige allgemeine
Ernährungstipps können für alle Patienten angegeben werden.
Hierzu gehören die Einnahme mehrerer kleiner Mahlzeiten pro Tag (6-8), die
regelmäßige Einnahme von Medikamenten und Enzympräparaten (siehe oben).
Häufig ist insbesondere die Verdauung von Fett gestört. Fettarme Speisen
werden besser vertragen, Fett ist aber auch ein wichtiger Kalorien- und
Energieträger. Einige Patienten erreichen trotz Einnahme von Enzymen keine
ausreichende Fettaufnahme mit der Nahrung. In diesen Fällen kann auf sog.
mittelkettige Triglyceride ausgewichen werden, die auch ohne das in der
Bauchspeicheldrüse gebildete Enzym Lipase aus dem Darm resorbiert werden.
Nahrungsmittel mit diesen sog. MCT-Fetten sind in Drogerien und Apotheken
erhältlich.
MCT-Fette eignen sich nicht für die Erhitzung und sollten deshalb erst nach
dem Kochen zugesetzt werden.
Durch die gestörte Verdauung von Fetten ist auch die Aufnahme von
fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K) beeinträchtigt. Den meisten Patienten
wird deshalb 1 x monatlich eine entsprechende Spritze in den Muskel gegeben.
Ähnliches gilt für das Vitamin B 12, das insbesondere nach ausgedehnteren
Magenoperationen schlecht resorbiert wird. Hier muss im Einzelfall entschieden
werden, ob eine Spritze erforderlich ist.
Rehabilitation von Patienten nach Bauchspeicheldrüsenkrebs in der
Habichtswald-Klinik Kassel
Patienten, die mit der ersten Diagnose oder einer Rezidivdiagnose
konfrontiert werden, können sich im Rahmen unserer second opinion eine zweite
Meinung einholen.
Im Rahmen eines stationären Aufenthaltes können Chemotherapien begonnen oder
fortgeführt werden. In ausgewählten Fällen ist in Kooperation die Durchführung
einer Strahlentherapie möglich.
Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation
Als Bestandteile einer ganzheitlichen Abteilung tragen alle unsere
therapeutischen Angebote gemeinsam zu der Wiedererlangung der Einheit von
Körper, Geist und Seele bei.
Patienten, die zu einer Anschlussheilbehandlung im Rahmen einer
Rehabilitation zu uns kommen, erfahren eine intensive Begleitung der Therapie,
die zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität führen soll.
Im Rahmen der Behandlung eines Patienten mit einem Bauspeicheldrüsenkrebs
gibt es keine komplementäre Therapie, die die Operation, Bestrahlung oder
Chemotherapie ersetzen kann. Wir wissen aber, dass komplementäre Verfahren die
Lebensqualität während und nach der schulmedizinischen Therapie erhöhen können.
Unter komplementären Verfahren verstehen wir z. B. gezielt eingesetzte
Nahrungsergänzungsmittel und die Pflanzenheilkunde. Darüber hinaus hat es
sich die Naturheilkunde zum Ziel gesetzt, das unter der Krebserkrankung und der
Schulmedizin leidende Immunsystem zu stärken und in seinem Kampf gegen die
Krebserkrankung zu unterstützen.
Ganzheitliche Medizin bedeutet für den Krebspatienten eine Berücksichtigung
aller Dimensionen des Lebens, also neben rein körperlichen Gesichtspunkten auch
die geistigen und seelischen Aspekte.
Viele Therapieansätze aus der Ganzheitsmedizin zielen nicht direkt auf die
Zerstörung des Tumors sondern auf die Stärkung der körpereigenen Kräfte und die
die Förderung der Gesundung (Salutogenese).
Die Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil einer ganzheitlichen Therapie.
Es gibt keine gezielte Krebsdiät, die den Tumor beseitigen könnte, aber durch
eine gesunde Ernährung kann viel zur Stärkung des Körpers beigetragen werden.
Dabei muss die Krankheitsgeschichte des Patienten berücksichtigt werden. Deshalb
bieten wir verschiedene Formen einer vollwertigen Ernährung und Vitalkost
(ausgewogenen Form der Makrobiotik) aber auch alle medizinisch erforderlichen
Diäten an. Darüber hinaus können Patienten in unserem Haus die ayurvedische
Ernährung kennen lernen.
Das Hauptproblem von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs nach der
Operation ist es, mit den veränderten Bedingungen oder Verdauung von
Nahrungsmitteln zurecht zu kommen: Oft sind nur sehr kleine Mahlzeiten
möglich, es kommt leicht zu Übelkeit, und die oft lange anhaltende
Appetitlosigkeit erschwert zusätzlich eine Gewichtszunahme.
Unverträglichkeiten von Milchprodukten, fetten Speisen, Abneigung gegen
Fleisch erschweren eine ausgewogene Ernährung. Wie bieten spezielle
Kostformen mit häufigen kleinen Mahlzeiten an. Der Einsatz spezieller
Kohlenhydrate zur Vermehrung der Energiezufuhr und von gut verträglichen Fetten
(MCT-Fette) ist für viele unserer Patienten hilfreich und stellt eine
wesentliche Information für zuhause da. Insgesamt erlernt jeder Patient
unterstützt durch Arzt und Diätassistentin wie er sich selber zuhause beim Essen
verhalten sollte. Soweit erforderlich, kommen ergänzende Ernährungen in Form von
Nahrungskonzentraten („Astronautenkost“) oder in Form einer Ernährung über die
Venen in Frage. Auch eine komplette Ernährung über die Venen ist in unserem
Hause möglich.
Eine begleitende und wieder aufbauende psychologische Betreuung soll die
Erfahrung der lebensbedrohlichen Erkrankung überwinden helfen und ein positives
Gestalten der eigenen Zukunft ermöglichen. Speziell onkologisch erfahrene
Psychotherapeuten begleiten unsere Patienten in Gruppentherapien und
Einzeltherapien. Durch Einzeltherapien ist es möglich, nicht nur die
unmittelbare Verarbeitung der Krebsdiagnose, sondern auch in der
Lebensgeschichte der Patientin liegende Probleme zu thematisieren und gezielt zu
bearbeiten.
Es gelingt so sogar für Patienten in einem fortgeschrittenen
Krankheitsstadium, die Lebensqualität deutlich zu verbessern. Wir gehen davon
aus, dass durch diese Verbesserung der Lebensqualität auch die körpereigenen
Abwehrkräfte gestärkt werden.
Wesentlich tragen die Mitarbeiter der Krankengymnastik und der Bäder- und
Massageabteilung dazu bei, dass der Patient körperliches Wohlbefinden
wiedererlangt. Im Rahmen der Krankengymnastik, Sporttherapie und in der
Massage- und Bäderabteilung werden verschiedene Therapieformen eingesetzt, um
gezielt die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und wieder Zutrauen in
den eigenen Körper zu finden und auch auf diesem Weg einen höhere Lebensqualität
zu erreichen.
Bei der Diagnose Krebs taucht bei vielen Patienten die Frage nach dem Sinn
auf. Hier bietet unsere Klinik einzigartige Möglichkeiten, auf freiwilliger
Basis verschiedene Angebote zu nutzen, um sich mit diesem Thema
auseinanderzusetzen. Hierzu gehören vorbereitend Entspannungsverfahren und ein
nicht konfessionell gebundenes spirituelles Angebot von Meditationen über
Sakralen Tanz zum gemeinsamen Singen.
Wesentlich zur Wiedererlangung der eigenen Kräfte und Freude am eigenen
Schaffen ist die freiwillige Teilnahme am kreativen Angebot.
Patienten, die mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen in unser Haus kommen,
werden umfassend und vertrauensvoll über das für und wider jedes
Behandlungsschrittes sorgfältig in Gespräch zwischen Arzt und Patient
aufgeklärt.
Stand 26.08.08